Kanten-Klaus greift zu ungewöhnlichen Mitteln

Kanten-Klaus‘ Saisonstart war ja alles andere als prickelnd. Und auch wenn er nur ein Hobbyspieler ist, wurmt ihn solches ‚Versagen‘ schon ganz ordentlich. Kein Wunder also, dass er sich ein paar Gedanken gemacht hat, wie er die Leistungskurve wieder nach oben biegt. Am Ende seiner Suche nach dem Erfolgsrezept hat er ein etwas ungewöhnliches Mittel gefunden, das sein Selbstvertrauen aber schleunigst wieder auf Vordermann gebracht hat.

Hi Leute,
dass mein Start in die Saison, sagen wir mal, eher durchwachsen gelaufen ist, habe ich euch ja schon erzählt. Aber auch wenn ich „nur“ in der Kreisklasse spiele, geht mir jedes verlorene Spiel ordentlich auf den Zeiger. Zwischen Trainingsfleiß und Anspruch klafft allerdings auch eine ordentliche Lücke. So ist das halt, wenn Tischtennis zwar noch Spaß macht, aber nicht mehr die ganz große Leidenschaft ist.

Also, was lässt sich machen, um die Bilanz wieder etwas positiver zu gestalten? Mehr Training ist keine wirkliche Option. Außerdem lachen sich meine Mannschaftskollegen schlapp, wenn ich beim nächsten Training mit Beinarbeitsübungen oder Aufschlag-Rückschlag-Training um die Ecke komme. Ein bisschen klickern, dann drei Sätze und erstmal ’ne Pause auf der Bank, das ist doch eher die Trainingsrealität eines Kreisklasse-Spielers.

Was bleibt sonst? Neue Beläge! Vielleicht Noppen… oder ’nen Anti? Mitten in der Saison auf Noppen umsteigen ist schon heikel und sicher auch nicht von Erfolg gekrönt. Außerdem… Noppen? Nee, dann lieber direkt aufhören.

Ich muss an meiner mentalen Stärke arbeiten. Ich brauche etwas, das mir im Spiel mehr Selbstvertrauen gibt. Und was kann einem mehr Sicherheit geben als neue Schuhe? Die alten Schlappen waren eh ausgelutscht und ein schickes neues Paar ist schnell besorgt.

Sie sind die direkte Verbindung zum Boden, erden dich, sorgen für festen Stand, egal ob auf altem, abgenutztem Parkett oder modernem Sporthallengeläuf. Sie lassen dich tänzeln wie Wladimir Klitschko und Vladimir Samsonov in einer Person. Mit neuen Schuhen ist Beinarbeit kein Fremdwort mehr und die perfekte Schlagposition kommt fast von allein.

Stimmt das oder legen die neuen Schuhe einfach nur einen kleinen Schalter im Hirn des Kreisklasse-Spielers um und sagen ihm: Ja, mit den neuen Schuhen geht auch bei einem 3:7-Rückstand noch was?

Wie auch immer, mit den neuen Schuhen hab ich die letzten vier Spiele gewonnen und konnte ganz nebenbei auch mein Mentalbarometer ausschlagen lassen – nach oben. Bei allem Selbstvertrauen, das mir die neuen Schuhe scheinbar geben, im Hinterkopf wird eine Frage immer lauter: Was ändere ich, wenn die Siegesserie auch mit neuen Schuhen reißt? Wartet’s ab!

Euer Kanten-Klaus

[Quelle: mytischtennis.de]

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